Mobile Jugendarbeit


Nach einer Versuchsphase im Jahr 2008 wurde die mobile Jugendarbeit 2009 in den Tätigkeitsbereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OK-JA) Langnau (damals Jugendtreff) aufgenommen.

 

Im Rahmen der mobilen Jugendarbeit können Jugendliche angesprochen werden, die durch die Angebote der OK-JA bisher nicht erreicht werden konnten. So können wichtige Beziehungen aufgebaut werden, was den Jugendarbeitenden dabei helfen kann, im Falle von Konflikten, Problemen, etc. angemessen einzugreifen. Dabei ist es wichtig, mit den Jugendlichen regelmässig in Kontakt zu treten.

 

 

Prinzipien

Zentral für die mobile Jugendarbeit ist es, mit den Jugendlichen dort in Kontakt zu treten, wo sie sich aufhalten. Die Jugendarbeitenden warten also nicht im Jugendhaus auf die Jugendlichen, sondern suchen sie auf den Strassen und öffentlichen Plätzen auf. Dabei wechseln sie auch die autoritäre Rolle gegen eine Gastrolle in den Lebenswelten der Jugendlichen ein. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist Verständnis und Akzeptanz der Lebenswelt der Jugendlichen, sowie ein offener und ehrlicher Umgang.

Nebst dem Kontaktknüpfen soll die mobile Jugendarbeit auch eine präventive Wirkung haben. Ausserdem können Jugendliche in ihrer Freizeitgestaltung unterstützt werden.

 

Zwei Jugendarbeitende werden sich - sobald die Tage länger und wärmer sind - jeweils auf den Weg machen, um zentrale Treffpunkte zu erkunden.  Die Angebote, sowie die aufgesuchten Orte müssen ständig den Bedürfnissen und Interessen der Jugendlichen angepasst werden.

 

 

Grenzen der mobilen Jugendarbeit

Die mobile Jugendarbeit zeichnet sich durch einen langfristigen Arbeitsansatz aus. Beginnt die mobile Jugendarbeit erst dann wenn es brennt, ist es in den meisten Fällen schon zu spät. Um längerfristig eine präventive Wirkung zu haben, ist eine kontinuierliche Beziehungspflege zu den Jugendlichen unabdinglich. Dabei muss aber auch ins Bewusstsein gerufen werden, dass mobile Jugendarbeit bestehende Probleme nicht lösen kann. Sie kann lediglich Unterstützung bei der Problemlösung und Konfliktbewältigung bieten. Auch sieht sich die mobile Jugendarbeit nicht als Aufseherin über die Jugendlichen. Durch die mobile Jugendarbeit können nicht alle Jugendlichen und Cliquen in Langnau erreicht werden. Auch können nicht alle Krisenherde auf Anhieb erkannt werden, weshalb die Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen umso wichtiger erscheint.

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